Technische Richtlinien zur Druckdatenanlieferung
Hier finden Sie wichtige Informationen zum Erzeugen von Postscript- und PDF-Files sowie die Erstellung von Satz- und Bilddateien, um einen möglichst reibungslosen Auftragsablauf und eine fehlerfreie Produktion zu gewährleisten. Abweichungen von den hier beschriebenen Richtlinien müssen im Vorfeld des Auftrags ausdrücklich vereinbart werden.
Erzeugung von PostScript- und PDF-Dateien
Mehrseitige Dokumente
Erstellen Sie mehrseitige PostScript- oder PDF-Dateien immer als Einzelseiten-PDF mit fortlaufender Seitenfolge.
Druckformat mit Anschnitt
Für Dateien mit angeschnittenen Elementen belichten Sie „mit Anschnitt“ und „mit Beschnittzugaben“. Stellen Sie den „Offset“ (Adobe Indesign) bzw. „Versatz“ (QuarkXpress) so ein, dass die Marken außerhalb vom Beschnitt gesetzt werden. Achten Sie unbedingt auf mittigen Stand der Seiten in der Datei!
PDF
Erzeugen Sie PDF-Dateien über eine zuerst erzeugte PostScript-Datei oder über die PDF-Exportfunktion aus Adobe Indesign ab Version CS2. Nutzen Sie für die PDF-Erstellung aus Microsoft Word NICHT den PDF-Writer, da hier bei der Umrechnung "in Druckdatei" Fehler auftreten können!
Wenn Sie keine Möglichkeit zur Umwandlung der PostScript in eine PDF-Datei haben, übernehmen wir diesen Schritt gern für Sie.
Schriften einbetten
Achten Sie darauf, alle verwendeten Schriften vollständig einzubetten. Diese Option ist sowohl im Adobe Distiller als auch im Druckmenü anzuwählen.
Joboptions
Die Joboptions bzw. Distiller-Settings für die Erzeugung der PostScript-Datei können Sie per E-Mail anfordern. Für optimale Produktionssicherheit empfehlen wir das Format PDF/X.
Farbigkeit der PDF
Speichern Sie Farbdokumente immer als composit-Datei ab.
Daten für einfarbigen Druck sind immer einfarbig anzuliefern. Bitte benachrichtigen Sie uns, falls Sie Ihre PostScript- oder PDF-Daten aus Microsoft Word erstellen (MS-Word wandelt schwarzen Text in RGB um!), damit unsere Vorstufe dies beim Belichten berücksichtigen kann.
Anlegen der Dateien
Datenformate
Folgende offene Datenformate können bei uns verarbeitet werden:
• Adobe Indesign (Mac/Win bis CS4)
• Adobe Illustrator (Mac/Win bis CS4)
• Adobe Photoshop (Mac/Win bis CS4)
• QuarkXPress (Mac/Win 7 + 8 – Dateien vor Version 5 bitte mit tel. Rücksprache)
• Microsoft Word (Mac/Win)
• Corel Draw (Win bis Version 11)
Bitte beachten Sie bei der Erstellung der Druckdaten folgende Vorgaben:
Inhaltlayout
Legen Sie Ihre Datei auf das Nettoformat, d.h. auf das Format ohne Anschnitt, in fortlaufender Seitenfolge an.
Halten Sie bei allen Objekten einen Abstand zum Seitenrand von mindestens 3 mm ein.
Beschnitt
Wenn Objekte/Flächen angeschnitten werden, d.h. bis zum Rand gehen sollen, werden für die Produktion 3 mm Beschnitt benötigt. Legen Sie dann trotzdem die Datei auf Endformat an, verlängern Sie Ihr Motiv 3 mm über den Seitenrand hinaus und wählen Sie beim Schreiben der PDF die Optionen „mit Anschnitt“ und „mit Beschnittmarken“.
Umschlaglayout
Dateien für Umschläge, Überzüge und Schutzumschläge sind als einseitiges Dokument bestehend aus Rückseite, Rücken und Titelseite aufzubauen. Rückenmarken setzen Sie manuell, außerhalb des Beschnitts von 3 mm ringsum.
Gern erhalten Sie von uns ein Aufriss-Schema mit den auf Ihr Objekt zutreffenden Vermaßungen.
Rückenstärke
Eine rechnerisch ermittelte Rückenstärke kann meist nicht für die Produktion gelten.
Fordern Sie deshalb vor dem Datenanlieferungstermin die Rückenstärke von uns an; wir ermitteln diese anhand eines vergleichbaren Titels oder fertigen einen Blindband an.
Haarlinien
Verwenden Sie keine Haarlinien, die Mindeststrichstärke beträgt 0,1 mm bzw. 0,25 pt.
Schriften
Verwenden Sie nur als Schriftart vorliegende Schriftschnitte; vermeiden Sie es, diese künstlich über die Stilattribute (fett bzw. kursiv) der Layoutprogramme zu erzeugen, da es sonst zu Problemen beim Belichten der Druckdaten kommen kann.
Bilder
Liefern Sie offene Bilddaten reduziert auf eine Ebene und ohne Pfade (Ausnahme: Beschneidungspfad) bzw. zusätzliche Farbkanäle. Verwenden Sie keine Bildkompression und wählen Sie als Farbmodus je nach Verwendungszweck Bitmap (für Text und Strichgrafiken), Graustufen (für einfarbige Rasterdaten) oder CMYK (für farbige Daten). Das optimale Dateiformat ist ein unkomprimiertes *.tif oder *.eps, anderenfalls ein *.jpg in maximaler Qualität.
Die optimale Auflösung beträgt bei Schrift/Strich 2.400 dpi. Die minimale Auflösung für Strichbilder liegt bei 600 dpi.
Auflösung
Für die optimale Auflösung von Rasterbildern gilt die Berechnungsformel:
Optimale Druckauflösung in dot per inch = Druckraster * 2,54 inch/cm * 2
Beispiel für 60er Raster: 60 x 2,54 x 2 = 304,8 dpi
Daraus ergeben sich folgende Werte:
• mindestens 280 dpi, optimal 305 dpi bei ungestrichenen Papieren (bis 60er Raster)
• mindestens 300 dpi, optimal 406 dpi bei gestrichenen Papieren (bis 80er Raster)
• mindestens 360 dpi, optimal 450 dpi bei FM-Raster Bei Unterschreitung der Mindestauflösung kann es zu einem minderwertigem Druckbild, bis hin zur Verpixelung, kommen. Eine Beurteilung der Bildqualität am Bildschirm ist nur stark vergrößert möglich, da hier 72 dpi als optimale Auflösung empfunden werden.
Farben
Der Farbmodus für Vierfarbbilder ist immer CMYK.
Beachten Sie bei der Farbauswahl, dass der Gesamtfarbauftrag 270% nicht überschreiten darf (Gesamtfarbauftrag = Tonwertsumme der Farbkanäle CMYK).
Farbprofile
Wenn Sie ein Farbprofil hinterlegen, verwenden Sie für gestrichene Papiere das ICC-Profil „ISO Coated V2“ und für ungestrichene Papiere das ICC-Profil „ISO Uncoated“.
Sonderfarben
Legen Sie Schmuckfarben, die nicht in CMYK gedruckt werden sollen, als Volltonfarbe an. Die Schmuckfarbe muss in allen Dokumenten eines Produktteils die gleiche Namensgebung und Farbdefinition besitzen. Entfernen Sie alle Farben, die nicht für den Druck belichtet werden sollen.
Hilfsmarken
Weisen Sie Hilfsmarken, die im Druck nicht sichtbar sein sollen (wie z.B. Perforations-, Stanz-, Nutlinien) das Attribut „Ausgabe unterdrücken“ zu oder legen Sie diese in einer Schmuckfarbe an, die Sie mit der Funktion (bspw. „Perforation“) benennen.
Überdrucken
Wenn Schwarz überdrucken soll, aktivieren Sie die Funktion Black-Overprint/Schwarz-Überdrucken. Diese Funktion ist fast immer empfehlenswert, um Blitzer zu vermeiden.
Ausnahmen sind z.B. der Druck auf Metallicfarben.
Überfüllung
Die Überfüllungsparameter werden von den Kundendaten unverändert übernommen.
Dateibenennung
Bitte verzichten Sie bei der Benennung der Datei auf Sonder- und Leerzeichen. Optimalerweise sollte Ihre Datei den Objektnamen sowie ggf. die Kennzeichnung des Produktteils (Umschlag, Inhalt) enthalten. Per E-Mail übermittelte Daten müssen so benannt sein, dass sie dem Auftraggeber und Auftrag eindeutig zugeordnet werden können.
Lieferung offener Daten
Liefern Sie bei offenen Daten alle Schriften, auch in Grafiken benutzte Schriften, mit oder wandeln Sie diese in Pfade um. Auch alle Grafiken sind (außer bei Microsoft-Word-Dateien) als separate Dateien mitzuliefern.
Datensendung via Internet
Alternativ ist eine Übertragung der Daten per E-Mail oder über unseren ftp-Server möglich. Auf Wunsch veranlasst Ihr Kundenberater gern die Einrichtung eines Accounts für Sie.
Probleme bei der Datenanlieferung
Werden die Daten verspätet oder nicht einwandfrei angeliefert, verlängert sich die Produktionszeit entsprechend. Die Bearbeitung mangelhafter Daten erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch des Auftraggebers und wird gesondert berechnet.
Referenzausdruck
Mit den Druckunterlagen benötigen wir einen kompletten Laserausdruck (oder einwandfreien Tintenstrahlausdruck) der von Ihnen gelieferten Druckdaten im Originalmaßstab, der im Falle einer Unsicherheit von uns konsultiert werden kann. Ein Abgleichen Ihrer Ausdrucke mit den Daten oder Druckplatten kann jedoch nicht gewährleistet werden.
Druckfreigabe, Plots
Für den Druck werden die Daten im RIP (Raster Image Processor) in Rasterdaten umgerechnet. Auf Wunsch erhalten Sie von diesen Belichtungsdaten gegen zusätzliche Berechnung Digitalplots zur Kontrolle und Freigabe. Diese Digitalplots sind nicht farbverbindlich.
Digitalproofs (Prüfdrucke)
Alternativ können wir Ihnen die Erstellung von farbverbindlichen Proofs anbieten.
Datenarchivierung
Die Archivierung der Daten übernehmen wir nach Absprache gern für Sie. Bei Verlust der Daten haften wir jedoch nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bitte sichern Sie deshalb die Daten selbst und senden Sie uns nur eine Kopie. Die Lebensdauer von Bändern und CDs beträgt ca. sechs Jahre. Die Verwendbarkeit von Datenträgern und Filmen prüfen wir bei bestehendem Interesse an einer Nachproduktion.
Haftungsausschluss
Eingegangene Daten unterliegen seitens City-Druck Heidelberg keiner Prüfungspflicht. Daher übernehmen wir keine Haftung für Fehler beim Endprodukt, die auf mangelhafte Datenanlieferung zurückzuführen sind.